

Frische Luft, Bewegung und den Fahrtwind um die Nase spüren – Mountainbiken ist Sport mit Natur pur. Die Sicherheit der Tour hängt stark von guter Vorbereitung und Ausrüstung sowie dem eigenen Fahrstil ab. Nicht immer läuft es rund: Beim Biken abseits der Strasse verunfallen in der Schweiz jährlich über 15'000 Personen.
Gut vorbereitet
Entscheidend ist die Routenwahl. Eine Tour wählen, die den eigenen Fähigkeiten entspricht. Für das Pistenbiken rät die BFU zu einer Destination mit gut gewarteten, nach Schwierigkeitsgraden signalisierten Mountainbike-Pisten. Karten, Tourenführer und GPS-Tourenempfehlungen sind auf mountainbikeland.ch ersichtlich.
Gut ausgerüstet
Wer sich richtig ausrüstet, reduziert das Unfallrisiko und federt allfällige Folgen ab. Am wichtigsten ist der Velohelm – der schützt das Wertvollste, das man hat. Die Sportbrille verhindert, dass sich etwas ins Auge verirrt. Und wer Handschuhe mit geschlossenen Fingern trägt, schützt bei Stürzen die ganze Hand. Je nach Charakter der geplanten Tour machen auch Protektoren für Knie, Ellbogen und den Rücken Sinn.
An ein Mountainbike werden hohe Anforderungen gestellt. Der regelmässige Check und die Wartung durch eine Fachperson sind durchaus ratsam. Dennoch sollte das Bike vor jeder Fahrt selber noch einmal kontrolliert werden.
Übrigens: Das Strassenverkehrsgesetz gilt auf öffentlichen Strassen für alle. Also auch das Mountainbike entsprechend ausrüsten und Kleidung mit reflektierendem Material tragen.
Gut unterwegs
Auf jeder Tour kann Unvorhergesehenes passieren. Konzentriert, mit defensiver Fahrweise und angepasstem Tempo ist man jedoch sicher unterwegs. Kommen vor schwierigen und exponierten Passagen Zweifel auf: besser rechtzeitig absteigen und das Bike schieben.
Wanderinnen und Wanderer sind ebenfalls in den Bergen unterwegs. Mit gegenseitigem Respekt und Rücksicht haben alle ein schönes Naturerlebnis.
Der Antrieb mit dem gewissen E-twas
Fürs E-Mountainbiken gelten die gleichen Empfehlungen wie für Bikes ohne Elektromotor. Aufgrund des höheren Gewichts und der Motorisierung sollte man sich jedoch mit dem Fahrverhalten des E-Bikes im Gelände vertraut machen. Auch tagsüber muss das Vorderlicht eingeschaltet sein.
Das Wichtigste auf einen Blick
Mehr zum Thema in den BFU-Broschüren, welche kostenlos auf bestellen.bfu.ch erhältlich sind.
- «Mountainbiken – Die Natur erfahren» (Art.-Nr. 3.020)
- «Kluge Köpfe schützen sich – Den Velohelm richtig anziehen» (Art.-Nr. 3.112)
Weitere Unfallverhütungstipps auf bfu.ch.
97% der grösseren Gemeinden nutzen die Vorteile eines BFU-Sicherheitsdelegierten. Sie profitieren dadurch auch von der kostenlosen Unterstützung der BFU-Fachspezialisten.
1'200 BFU-Sicherheitsdelegierte in der ganzen Schweiz unterstützen ihre jeweilige Gemeinde bei der baulichen Sicherheit, schwergewichtig im öffentlichen Bereich. Vom Kindergarten bis zur Altersinstitution geben sie hilfreiche Tipps, wie Freizeitunfälle verhindert werden können – durch geschicktes Planen und den richtigen Unterhalt. Dazu gehört als wichtiger Schwerpunkt z.B. die Reduktion von schweren Sturzunfällen, insbesondere von Kindern und älteren Personen, beim Herumgehen in der Ebene, auf Treppen und aus der Höhe. Bei kniffligen Beratungen werden die Sicherheitsdelegierten von unseren regionalen BFU-Beratern unterstützt.
Als BFU-Sicherheitsdelegierter eignen sich besonders Mitarbeitende der Bauverwaltung oder des Werkhofes. Sie sind für nachfolgende Tätigkeiten verantwortlich:
Weitere Informationen auf www.sicherheitsdelegierte.bfu.ch.
Unfälle sind eine zentrale Herausforderung für Public Health. Pro Jahr verletzen sich in der Schweiz mehr als 1 Million Menschen bei Nichtberufsunfällen, 2400 sterben. Neben Leid und Schmerz verursachen die Unfälle jährlich 12 Milliarden Franken an materiellen Kosten.
Die BFU setzt alles daran, schwere und tödliche Unfälle im Strassenverkehr, zu Hause, in der Freizeit und beim Sport zu verhüten. Die im neuen Status-Bericht aufbereiteten Daten helfen dabei.