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Sichtbar sein leuchtet ein

Sichtbarkeit bedeutet Sicherheit. Im Strassenverkehr sind dunkle Farben nachts und bei schlechter Sicht aufgrund von Regen oder Nebel besonders schlecht erkennbar. Aber auch am Tag gilt: Sichtbarer ist sicherer. Deshalb stets helle Kleider, leuchtende Farben und reflektierende Materialien tragen.

 

Zu Fuss und beim Joggen

Helle Kleider erkennt man im Vergleich zu dunklen Kleidern in der Dunkelheit bereits aus doppelter Entfernung. Noch besser sind Reflektoren – die sieht man bereits aus dreifacher Entfernung. Und wer reflektierende Bänder an Arm- und Fussgelenken trägt, erhöht den Faktor sogar auf vier bis fünf.

 

Auf dem Velo oder E-Bike

Gesetzlich vorgeschrieben für Velos sind eine weisse Beleuchtung vorne, ein rotes Rücklicht sowie Reflektoren vorne, hinten und an den Pedalen. Für E-Bikes gilt ein Lichtobligatorium zu jeder Tages- und Nachtzeit. Für zusätzliche Sicherheit sorgen Speichenreflektoren und reflektierende Pneus. Mit einer Leuchtweste ist man besonders gut sichtbar. Ideal sind neonfarbige Leuchtwesten aus fluoreszierendem Material. Es wirkt bei Tageslicht sehr hell und fällt auf. Daneben gibt es viele weitere Sichtbarkeitshilfen – wie Reflektorbänder für Arme und Beine und Überzüge für Velohelme, Rucksäcke und Taschen.

 

Mit Trottinett, Skateboard und Inlineskates

Ist man nachts mit Trottinett, Skateboard oder Inlineskates auf Velowegen oder auf der Fahrbahn unterwegs, muss man sich oder das Verkehrsmittel mit einem vorne weiss und hinten rot leuchtenden Licht ausstatten. Dies gilt auch bei schlechter Sicht. Für E-Trottinette, die für den Verkehr zugelassen sind, gilt ein Lichtobligatorium – nachts und am Tag.

Übrigens: Sichtbarkeitshilfen wie eine Neonweste und Reflektorbänder sind auch hier hilfreich.

 

Beim Auto- und Motorradfahren

Für Autos und Motorräder ist das Fahren mit Licht Pflicht. Andere Verkehrsteilnehmende erkennen sie so schnell und können Distanz und Geschwindigkeit besser einschätzen.

Wichtig: Scheinwerfer sauber halten, damit die Lichter voll funktionsfähig sind. Zudem sollten die Lichter regelmässig auf ihre Funktionsfähigkeit kontrolliert werden.

 

Weitere wertvolle Tipps gibt es auch bei der BFU, Beratungsstelle für Unfallverhütung.

BFU-Sicherheitsdelegierte

97% der grösseren Gemeinden nutzen die Vorteile eines BFU-Sicherheitsdelegierten. Sie profitieren dadurch auch von der kostenlosen Unterstützung der BFU-Fachspezialisten.

1'200 BFU-Sicherheitsdelegierte in der ganzen Schweiz unterstützen ihre jeweilige Gemeinde bei der baulichen Sicherheit, schwergewichtig im öffentlichen Bereich. Vom Kindergarten bis zur Altersinstitution geben sie hilfreiche Tipps, wie Freizeitunfälle verhindert werden können – durch geschicktes Planen und den richtigen Unterhalt. Dazu gehört als wichtiger Schwerpunkt z.B. die Reduktion von schweren Sturzunfällen, insbesondere von Kindern und älteren Personen, beim Herumgehen in der Ebene, auf Treppen und aus der Höhe. Bei kniffligen Beratungen werden die Sicherheitsdelegierten von unseren regionalen BFU-Beratern unterstützt.

Als BFU-Sicherheitsdelegierter eignen sich besonders Mitarbeitende der Bauverwaltung oder des Werkhofes. Sie sind für nachfolgende Tätigkeiten verantwortlich:

  • Koordination von verschiedenen Akteuren in der Gemeinde zur Prävention von Freizeitunfällen
  • Hinweise zu BFU-Empfehlungen: Fachdokumentationen, Kampagnen, Plakataushang
  • Beurteilung von einfachen Gefahrensituationen und Abgabe von Sicherheitsempfehlungen
  • Bei komplexeren Sicherheitsanliegen Rücksprache mit den BFU-Fachspezialisten (kostenlos)
  • Initiierung und Koordination von Sicherheitsbeurteilungen vor Ort mit Beizug von BFU-Fachspezialisten (Reisezeit und bis 2 Stunden vor Ort kostenlos)
  • Organisation von Sicherheitsanlässen, Standaktionen (z-B. Abgabe von BFU-Giveaways)


Weitere Informationen auf www.sicherheitsdelegierte.bfu.ch.

Aktuelle Zahlen der BFU zum Unfallgeschehen

Unfälle sind eine zentrale Herausforderung für Public Health. Pro Jahr verletzen sich in der Schweiz mehr als 1 Million Menschen bei Nichtberufsunfällen, 2400 sterben. Neben Leid und Schmerz verursachen die Unfälle jährlich 12 Milliarden Franken an materiellen Kosten. 

BFU Unfallstatistik

Die BFU setzt alles daran, schwere und tödliche Unfälle im Strassenverkehr, zu Hause, in der Freizeit und beim Sport zu verhüten. Die im neuen Status-Bericht aufbereiteten Daten helfen dabei.